|
"Alles hängt zusammen - unsere Umwelt ist uns wichtig"
"...mit der Jeans um die Welt......"
Jeans tragen wir alle, sehr gerne sogar. Aber wo wird sie hergestellt? Und was hat denn die Jeans mit Klima und Umweltschutz zu tun?
Um zu sehen, wie eine Jeans hergestellt wird, mussten wir viele Stationen auf der Weltkarte besuchen. Indien war die erste Station. Auf vielen Bildern konnten wir sehen, wie eine Baumwollpflanze aussieht. Es ist gar nicht so einfach, Baumwolle anzubauen, denn die Pflanzen brauchen viel Wärme und auch viel Wasser. Um 1kg Baumwolle zu ernten, braucht man 30.000 Liter Wasser!
Weiter ging es in die Türkei, denn dort wird die Baumwolle zu Garn versponnen. In Taiwan wird das Garn blau gefärbt. Viele Farben sind sehr giftig! In Polen wird das Garn zu Stoff verwoben. Dann geht es weiter auf die Philippinen, dort wird die Jeans zusammen genäht. Anschließend reist die Jeans nach Frankreich, wo sie in großen Waschmaschinen mit Steinen gewaschen wird, damit sie schon ein bisschen getragen aussieht. Dann wird sie weiter nach Deutschland transportiert.
Deine Jeans, die du nun kaufen kannst, hat etwa 60.000 km zurückgelegt und für die Herstellung und für den Transport wurden viel Wasser und viele Gifte verbraucht.
Eine Jeans einfach so wegwerfen? Wir haben uns überlegt, was wir stattdessen mit einer Jeans, die nicht mehr passt, machen könnten und viele Ideen gesammelt. Am meisten Spaß hat es dann gemacht, aus alten Jeans eine neue Tasche zu machen!
Ein Ergebnis seht ihr hier:
"Jeversches Wochenblatt" vom 27.03.2009:
Eine Jeans ist ein Kleidungsstück, das mit Respekt behandelt werden sollte, denn ihr ökologischer Rucksack ist schwer. Bis sie im Laden liegt, hat sie im Schnitt bereits 60000 Kilometer zurückgelegt, 8000 Liter Wasser verbraucht und den Einsatz von Pestiziden und Düngemitteln nötig gemacht, gar nicht zu reden von den Abgasen der Transportfahrzeuge. Das fanden Mädchen und Jungen der Grundschule Tettens während der Projektwoche heraus, die gestern mit einer tollen Präsentation und vielen interessierten Besuchern zu Ende ging. „Alles hängt zusammen - unsere Umwelt ist uns wichtig" lautete das Thema des Projektunterrichts. In klassenübergreifenden Gruppen arbeiteten Schüler und Lehrer an fünf verschiedenen Themen. Unterstützung erhielten sie dabei von Mitarbeitern des Regionalen Umweltzentrums und vom Insektenbeauftragten des Landkreises. Beim „Klimafrühstück" stellten die Kinder fest, dass viele Lebensmittel eine weite - umweltbelastende - Reise hinter sich haben, bis sie auf dem Tisch stehen. Gemeinsam mit dem RUZ-Team machten sich die „Energieexperten" auf die Suche nach den Stromfressern in der Schule und entwickelten Lösungen, sie zu beseitigen. So sind zum Beispiel die Lichtschalter in der Schule bezeichnet worden, um unnötiges Ein- und Ausschalten zu vermeiden. Eine weitere Gruppe baute für den naturnahen Schulhof ein Insektenhotel. Und schließlich wurde passend zum Projektthema auch noch ein kleines Theaterstück mit dem Titel „Freunde der Erde" eingeübt, das die Kinder gestern in der voll besetzten Aula aufführten. Und die Schülerinnen und Schüler, die mit der Jeans auf die Reise vom Baumwollfeld bis in den Laden gegangenen waren, zeigten gestern, was für schöne Taschen sich noch aus alten Jeans nähen lassen und dass die zu klein gewordene Jeans durchaus an das jüngere Geschwisterkind weitergeben werden darf, weil es gut für die Umwelt ist. „Die Kinder haben viel Spaß am Projektunterricht gehabt, einige hätten am liebsten in den Ferien weitergemacht", sagte Schulleiterin Katrin Thiesen. Die Arbeit sei sehr schön und intensiv gewesen, „und die Gruppen haben heute tolle Ergebnisse gezeigt", lobte sie.
Insektenhaus
|